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PCT Artikelforecast für Sage 100 Revision 57 · 09/2026

Der PCT Artikelforecast zeigt in der Sage-Auskunft Dispositionsbestand für jeden Artikel, was seinen Bestand in Zukunft verändern wird — aus allen Quellen, ständig aktuell, mit dem ersten Engpass als Datum, mit Farben und Symbolen, und mit einem Rechtsklick in jeden Beleg. Für die Fertigung erzeugt er Produktionsvorschläge auf Knopfdruck.

Sage 100 Auskunft Dispositionsbestand mit PCT Artikelforecast: oben die Artikelliste mit Minbestand, Endbestand, 1. Unterdeckung und den Knöpfen FC Dispostapel PPS, FC Dispostapel EK und FC Vollaufbau, unten das Register Forecast eines Kaufteils
Die Auskunft Dispositionsbestand mit dem Forecast: oben die Artikelliste, hier gefiltert auf EK = Ja, darüber die Knöpfe FC Dispostapel PPS, FC Dispostapel EK und FC Vollaufbau; unten das Register Forecast des markierten Kaufteils mit Bestellungen und Materialbedarfen, rechts der Bestand nach jeder Zeile. Demodaten.

Wo Sie den Forecast finden

Es gibt keinen neuen Menüpunkt für die Anzeige. Der Forecast erweitert die Sage-Auskunft Warenwirtschaft → Auskünfte → Artikel und Dokumente → Dispositionsbestand, die Sie auch aus dem Artikelstamm (Optionen → Dispobestand), der Belegerfassung (Feld „Verfügbar") und der Lagerauskunft erreichen.

Regiezentrum in Sage 100: Auskünfte, Artikel und Dokumente, Dispositionsbestand mit Standardkonfiguration und den Ansichten Beplant (alle), Beplant (EK), Beplant (PPS) und Beplant (VK)
Im Regiezentrum liegen unter Dispositionsbestand die Standardkonfiguration und die vier mitgelieferten Ansichten Beplant (alle, EK, PPS, VK).

Die Maske hat zwei Bereiche:

Bereich Was Sie sehen
oben: Artikelliste alle Artikel mit Kennzahlen (1. Unterdeckung, Minbestand, Endbestand, Zuständigkeit EK/PPS/VK) und fünf fertigen Ansichten → Artikelliste
unten: Register Forecast (die Zukunft, Zeile für Zeile), Lagerbestand (heute je Lagerplatz), Verlauf (die Vergangenheit mit Charge und Seriennummer), Verwendung (wo der Artikel gebraucht wird, für welchen Kunden, und wodurch gedeckt) → Verwendung

Dazu drei Knöpfe über der Artikelliste: FC Dispostapel PPS legt aus den Unterdeckungen einen Produktionsdispostapel an → PPS-Dispostapel erzeugen, FC Dispostapel EK Bestellvorschläge (Beta) → EK-Dispostapel erzeugen, FC Vollaufbau rechnet den ganzen Forecast neu.

Was in den Forecast eingeht

Sages Dispositionsbestand zeigt im Standard nur Verkaufsaufträge, Bestellungen und Fertigungsaufträge. Rahmenverträge erscheinen dort erst, wenn ein Abruf daraus geworden ist; Meldebestände, Absatzpläne und vorhandene Bestell- oder Produktionsvorschläge erscheinen gar nicht. Absatzpläne gelangen bei Sage nur über den Schritt „Dispostapel erzeugen“ in die Disposition, und das nur bei operativen Plänen, nicht bei Szenarien. Der Forecast führt bis zu 21 Quellen zusammen, alles, was den Bestand verändern wird. Ab Werk sind 7 davon eingeschaltet, die übrigen schaltet die Einrichtung ein, sobald es sie bei Ihnen gibt.

  • Verkaufsaufträge · ab Werk
  • Meldebestände · ab Werk
  • Materialbedarf eingelasteter Fertigungsaufträge; bereitliegendes Material, das nicht mehr gebraucht wird, kommt als Rücklauf zurück · ab Werk
  • Planzahlen aus Verkaufs-Rahmenverträgen · Zusatzpaket Rahmenverträge
  • Restmengen aus Verkaufs-Rahmenverträgen · Zusatzpaket Rahmenverträge
  • Absatzpläne: reale Aufträge verbrauchen die Planzahl, statt zusätzlichen Bedarf zu erzeugen · Zusatzpaket Absatzplanung
  • Szenario-Absatzpläne, ebenso aufgebraucht · Zusatzpaket Absatzplanung
  • Materialbedarf der Fertigungsaufträge, die GanttPlan geplant hat · mit GanttPlan
  • Lagerabgänge aus Umlagerungs-Belegarten · per Einstellung
  • Bestellungen, mit Stand der Terminklärung · ab Werk
  • Fertigungsaufträge als Erzeugnis, auch noch nicht eingeplante · ab Werk
  • Verschnitt aus Fertigungsaufträgen · ab Werk
  • Planzahlen aus Einkaufs-Rahmenverträgen · Zusatzpaket Rahmenverträge
  • Restmengen aus Einkaufs-Rahmenverträgen · Zusatzpaket Rahmenverträge
  • Bestellvorschläge aus Sages Dispostapel · per Einstellung
  • Produktionsvorschläge aus Sages Dispostapel · per Einstellung
  • Vorplanung von Fertigungsbaugruppen (Vorbaustufen) aus GanttPlan-Szenarien; reale Fertigungsaufträge brauchen sie auf · mit GanttPlan
  • Bestellvorschläge, die GanttPlan erzeugt hat · mit GanttPlan
  • Fertigungsaufträge, die GanttPlan geplant hat · mit GanttPlan
  • Lagerzugänge aus Umlagerungs-Belegarten · per Einstellung
  • Lagerbestand der Forecast-Lager, gesperrter Bestand als eigene Zeile · ab Werk

Fremdfertiger- und Kommissionsbestände stehen getrennt als Spalten in der Artikelliste, nicht im Verlauf.

Umlagerungen wirken in beide Richtungen und stehen deshalb in beiden Reitern. Dazu kommen Belegarten, die nur zur Information im Verlauf erscheinen, ohne den Bestand zu verändern. Zusammen sind das 21 Quellen.

Jeder Zeilentyp mit Quelle und Wirkung: Zeilentypen. Welche Einstellung welche Quelle einschaltet: Einstellungen.

Wie der Forecast rechnet

  1. Für jeden Artikel und jede Ausprägung wird der heutige Bestand als erste Zeile gesetzt.
  2. Alle künftigen Bewegungen werden nach Termin sortiert; je Zeile steht die Menge mit Vorzeichen und der Bestand danach.
  3. Daraus entstehen die Kennzahlen der Artikelliste: der tiefste Punkt (Minbestand), der Stand am Ende (Endbestand), das Datum, an dem der Bestand erstmals negativ wird (1. Unterdeckung) und die Reichweite in Tagen.
  4. Das alles läuft im Hintergrund, alle paar Sekunden, nur für Artikel, an denen sich etwas geändert hat → Aktualisierung und Betrieb.

Sie aktualisieren nur die AD Liste

Niemand startet einen Dispolauf, niemand räumt Stapel auf, niemand wartet bis morgen. Eine Änderung im Beleg steht nach Sekunden im Forecast.

Was sich nicht ändert

  • Kein neues Programm, kein neuer Menüpunkt. Der Forecast sitzt in der Sage-Auskunft „Dispositionsbestand", die Sie aus Artikelstamm, Belegerfassung und Regiezentrum kennen.
  • Keine Änderung an Ihren Abläufen. Bestellungen, Fertigungsaufträge, Rahmenverträge und Absatzpläne erfassen Sie weiter wie bisher. Der Forecast liest nur mit.
  • Kein Eingriff in den Sage-Standard. Sage-Updates laufen wie gewohnt.
  • Nichts, was Sie nicht brauchen. Quellen, die es bei Ihnen nicht gibt, bleiben aus.

Was tut der Forecast nicht?

Er plant keinen Absatz, rechnet Planmengen noch nicht bis zum Rohmaterial herunter und ordnet Bestellungen nicht einzelnen Aufträgen zu. Das ist als Erweiterung geplant.

  • Absatz planen: Absatzpläne erfassen Sie im Sage-Zusatzpaket. Der Forecast zeigt sie und rechnet reale Aufträge dagegen.
  • Planmengen bis zum Rohmaterial: Absatzpläne und Planzahlen stehen auf der Ebene des geplanten Artikels. Material erscheint, sobald ein Fertigungsauftrag oder ein GanttPlan-Szenario da ist.
  • Bestellung je Auftrag: Der Forecast rechnet den Bestand chronologisch, ohne festzulegen, welche Bestellung welchen Auftrag deckt.

Vorher und nachher

Situation Heute mit Sage Mit dem Forecast
Der Einkäufer will wissen, was als Erstes fehlt Die Artikelliste des Dispositionsbestands hat keine Spalte für den ersten Engpass: Artikel für Artikel öffnen, die Wochendispoliste drucken (Unterschreitung je Kalenderwoche) oder Bestellvorschläge erstellen Ansicht „Beplant (EK)" öffnen, nach „Reichweite" sortieren: oben steht, was in den wenigsten Tagen fehlt, daneben das Datum der 1. Unterdeckung. Fertig.
Ein Rahmenvertrag über 10.000 Stück bis Dezember im Dispositionsbestand unsichtbar, bis Abrufe da sind; das Artikelplanungstool (Zusatzpaket Rahmenverträge) zeigt die Planzahlen, je Artikel, Sage empfiehlt höchstens etwa 500 Zeilen steht als Planzahlen und Restmenge im Forecast, mit Datum, über alle Artikel, sobald die Rahmenverträge in den Einstellungen eingeschaltet sind
Der Vertrieb plant 500 Stück mehr fürs nächste Quartal Absatzplan erfassen, Bedarf berechnen lassen, in Dispostapel übertragen; ein Szenario-Plan lässt sich nicht übertragen steht nach dem Speichern nach Sekunden im Forecast (Absatzplanung eingeschaltet); jeder Auftrag, der dann eingeht, verbraucht die Planzahl, statt doppelt zu zählen
Ein Lieferant verschiebt einen Termin Bestellung ändern. Welche Artikel dadurch in einen Engpass laufen, zeigt Ihnen keine Liste: Sie öffnen den Dispositionsbestand Artikel für Artikel. Die Bestellvorschläge kennen den neuen Termin erst nach dem nächsten Dispolauf Bestellung ändern, nach Sekunden aktualisieren: die 1. Unterdeckung in der Artikelliste wandert mit, für jeden betroffenen Artikel
Der Einkauf braucht Bestellvorschläge Bestellvorschläge erstellen. Sage selbst warnt vor „erheblichen Systemressourcen“ und bietet dafür die zeitversetzte Verarbeitung an, „z. B. in den Nachtstunden“. Vorher alte, nicht abgearbeitete Vorschläge übernehmen oder löschen Knopf „FC Dispostapel EK“ in der Artikelliste (Beta): Vorschläge in Sekunden, nur für echte Unterdeckungen, auf Wunsch je Monat oder Quartal zusammengefasst; vorhandene Vorschläge werden angerechnet
Die Fertigung braucht Vorschläge, was gefertigt werden muss Produktionsvorschläge erstellen, Stapel prüfen. Solange jemand diesen Dialog geöffnet hat, kann kein anderer einen Produktionsdispolauf starten Knopf „FC Dispostapel PPS" in der Artikelliste: der Stapel entsteht in Sekunden aus den Unterdeckungen, mit Einlastung und Terminierung nach Wahl
Ein Kunde fragt, ob Sie liefern können Der Dispositionsbestand kennt keinen Kundenbezug je Teil: Stückliste auflösen, je Teil den Dispositionsbestand öffnen Kundennamen in „VK Baugruppen" filtern, Minbestand „kleiner 0": übrig bleiben die Teile, die in die Unterdeckung laufen
Welche Lager zählen zum Bestand? fest: der verfügbare Bestand ohne Sperrlager je Lagerort einstellbar (Prüflager ja, Fremdlager nein); Bestand aus Sperrlagern auf Wunsch als eigene Zeile → Welche Lager zählen
Ein Auftrag geht nicht raus, Bestand ist aber da Die Antwort steht in eigenen Masken (Lagerbestände, Bestandsauskunft): Fenster wechseln, Artikel neu suchen Register „Lagerbestand" im selben Fenster: Inventursperre, Sperrlager, Kommissionslager, Chargen und Seriennummern je Lagerplatz
Reklamation: welche Charge ging wann an welchen Kunden, woher kam die Seriennummer? Chargen- und Seriennummernauskunft in eigenen Masken, den Beleg dazu anschließend suchen Register „Verlauf": Charge oder Seriennummer in den Filter, Beleg per Rechtsklick
Engpässe sollen ins Auge fallen Sage liefert für den Dispositionsbestand keine Farbregeln mit; jeder richtet sie selbst ein Farbregeln und Symbole sind mitgeliefert, in der Artikelliste wie im Register Forecast → Farben
Die Geschäftsführung fragt nach Überbeständen Wochendispoliste drucken (Endbestand je Kalenderwoche) oder eigene Auswertung Spalte „Endbestand", absteigend sortieren
Die Vorschläge sind von heute Nacht Bestell- und Produktionsvorschläge haben den Stand des letzten Dispolaufs, und den verlegt man wegen der Last in die Nacht. Tagsüber entscheiden Einkauf und Fertigung also nach dem Stand von heute Nacht; ein neuer Auftrag oder ein verschobener Liefertermin kommt erst mit dem nächsten Lauf in die Vorschläge. Aktuell ist nur der Dispositionsbestand des einzelnen Artikels Verlauf und Kennzahlen werden im Hintergrund alle paar Sekunden neu gerechnet, nur für geänderte Artikel; die Vorschläge auf Knopfdruck rechnen mit genau diesem Stand

Für wen

Abteilung Nutzen Einstieg
Einkauf sieht, wie viele Tage jeder Artikel noch reicht und welche Bestellung noch nicht bestätigt ist Ansicht „Beplant (EK)", Spalte „Reichweite"
Fertigung sieht Materialengpässe vor dem Materialabruf und erzeugt Produktionsvorschläge per Knopfdruck Ansicht „Beplant (PPS)"
Vertrieb sieht je Kunde und Baugruppe, was gefährdet ist Ansicht „Beplant (VK)", Spalte „VK Baugruppen"
Planung prüft die Wirkung einer verschobenen Planzahl in Sekunden Register „Forecast", Rechtsklick „Rahmenvertrag bearbeiten"

Eher ja, wenn mindestens eines zutrifft: Sie haben Rahmenverträge oder eine Absatzplanung und wollen sie im Bestand sehen. Sie fertigen mehrstufig und wollen wissen, welches Teil welchen Kundenauftrag gefährdet. Bei Ihnen läuft der Dispolauf nachts oder unregelmäßig, und tagsüber arbeitet jemand mit Excel. Engpässe fallen auf, wenn sie da sind, nicht sechs Wochen vorher.

Eher nein, wenn Sie reiner Handel sind, ohne Fertigung, Rahmenverträge und Absatzplanung, und der Sage-Dispositionsbestand Ihnen reicht; wenn Sie wenige hundert Artikel haben und Engpässe im Kopf haben; oder wenn Sie SQL Server Express einsetzen und nicht wechseln wollen.

Hilfe aus Sage: Strg+Umschalt+H

In den Registern Forecast, Lagerbestand und Verlauf öffnet Strg+Umschalt+H die Seite zu genau diesem Register (ab Revision 44); derselbe Aufruf steht im Rechtsklick-Menü als „PCT Onlinehilfe". In der Artikelliste oben gibt es denselben Eintrag, er führt zur Seite Artikelliste. Im Sage 100 Smart Client gibt es nur den Menüeintrag, Tastenkürzel unterstützt Sage dort nicht.

Weiter: Arbeiten mit dem Forecast.