Aktualisierung und Betrieb¶
So bleibt der Forecast aktuell¶
- Trigger auf 24 Sage-Tabellen merken sich bei jeder Änderung nur den betroffenen Artikel in einer Warteschlange. Sie rechnen nichts und bremsen die Belegerfassung nicht.
- Ein Auftrag im SQL-Server-Agenten ruft die Berechnung im Sekundentakt auf (Vorgabe 30 Sekunden, → Vorgaben und was Sie ändern können). Ist die Warteschlange leer, endet der Aufruf sofort.
- Die Berechnung rechnet nur die geänderten Artikel neu. Ein Vollaufbau läuft bei der Installation, auf Anforderung und – seit Revision 62 – von selbst, wenn ein Schalter geändert wird, der die Zahlen beeinflusst (nur für diesen Mandanten).
- Eine Sperre verhindert, dass zwei Läufe gleichzeitig rechnen; eine verwaiste Sperre verfällt nach fünf Minuten.
In der Maske drücken Sie Aktualisieren — die Zahlen sind dann so aktuell wie der letzte Lauf, also wenige Sekunden.
Hintergrundaufträge: Vorgaben und was Sie ändern können¶
Die Lösung arbeitet mit zwei Aufträgen im SQL-Server-Agenten, je Datenbank und Mandant einer. Beide legt sie bei Bedarf selbst an; ihr Name nennt Datenbank und Mandant, für die sie rechnen. Die Vorgaben:
| Auftrag | wofür | Vorgabe | sinnvoller Bereich |
|---|---|---|---|
| Forecast-Auftrag | Forecast, Artikelliste, Dispositionsbestand | alle 30 Sekunden | 10 Sekunden bis 1 Stunde |
| Verwendungs-Auftrag | Spalte VK Baugruppen und Register Verwendung | alle 15 Minuten | 5 Minuten bis 1 Stunde |
Den Verwendungs-Auftrag gibt es nur, wenn die Einstellung VK Baugruppen auf 1, 3, 4 oder 5 steht (→ Einstellungen); bei „nur GanttPLAN“ rechnet die Lösung dafür nichts selbst.
Wie lange ein Lauf dauert — gemessen auf großen Beständen (bis rund 260.000 Forecast-Zeilen und 1,4 Mio. Verwendungszeilen):
| Lauf | Dauer |
|---|---|
| Forecast, nichts geändert | unter 1 Sekunde |
| Forecast, ein Artikel geändert | 4 bis 24 Sekunden, je nach Größe des Bestands |
| Verwendung, nichts geändert | unter 1 Sekunde |
| Verwendung, vollständiger Neuaufbau nach dem Umstellen der Einstellung | 5 bis rund 150 Sekunden, einmalig |
Den Takt ändern. Im SQL Server Management Studio unter SQL Server-Agent → Aufträge den Auftrag öffnen, Zeitpläne → Bearbeiten, Häufigkeit eintragen. Den Forecast-Takt nicht kürzer wählen als ein Lauf auf Ihrem Bestand dauert — ein zu kurzer Takt rechnet nicht schneller, er lässt nur den nächsten Lauf warten. Zwei Läufe rechnen nie gleichzeitig.
Ihre Einstellung bleibt erhalten. Fehlt ein Auftrag, legt die Lösung ihn mit der Vorgabe neu an; einen vorhandenen Auftrag mit von Ihnen geändertem Takt fasst sie nicht an. Einzige Ausnahme seit Revision 62: Ein Verwendungs-Auftrag, der noch auf der früheren Vorgabe Alle 60 Minuten steht, wird einmalig auf 15 Minuten umgestellt.
Wenn die Zahlen nicht aktuell sind¶
| Symptom | Prüfung | Abhilfe |
|---|---|---|
| Änderung erscheint nicht | Läuft der SQL-Agent? Läuft der Forecast-Auftrag dieses Mandanten? | Agent bzw. Auftrag starten |
| Zahlen alt, Auftrag läuft | Lauf bricht ab | Verlauf des Auftrags im SQL-Server-Agenten ansehen; Fehlertext an den Betreuer |
| Ein Artikel fehlt ganz | Artikel ohne Bestand und Bewegung → „wird beplant" = Nein | Ansicht „Standard" wählen |
| Farben oder Ansichten fehlen | Sage nach dem Import nicht neu gestartet | Sage neu starten; wenn weiterhin leer: Betreuer setzt die Konfiguration zurück |
| „Beim Zugriff auf die Datenbank ist ein Fehler aufgetreten" | Datenbankobjekt fehlt | Installationsskript erneut ausführen |
Vollaufbau anstoßen¶
Ein Vollaufbau rechnet alle Artikel des Mandanten neu — nach einem Datenbank-Restore oder wenn Zweifel bestehen. Nach dem Ändern eines Schalters ist er nicht nötig, den stößt die Änderung selbst an. Anwender stoßen ihn mit dem Knopf FC Vollaufbau über der Artikelliste an (derselbe Eintrag steht im Rechtsklick-Menü); läuft gerade eine Berechnung, wird er vorgemerkt und mit dem nächsten Lauf ausgeführt. Der Betreuer kann ihn auch durch einen Eintrag in der Änderungswarteschlange ohne Artikelnummer auslösen. Bei 33.000 Artikelvarianten dauert er etwa zehn Sekunden.
Leistung¶
- Der Regelbetrieb kostet den Server nur die geänderten Artikel je Takt.
- Für Analysen kann der SQL-Server-Abfragespeicher eingeschaltet werden (Installationsskript, Vorgabe aus). Er liefert Laufzeiten und Planwechsel der Berechnung.
- Verschlüsselung der Prozeduren ist möglich, aber in der Vorgabe aus: verschlüsselte Prozeduren kann auch der Betreuer nicht mehr einsehen.