AD Logbuch für Sage 100¶
Das AD Logbuch beantwortet eine Frage, die sonst nur über Fernwartung zu klären ist: Was hat die Lösung getan, als das Problem auftrat? Es sammelt die Verarbeitungsschritte aller angebundenen PCT-Lösungen in einer Auskunft — mit Zeitpunkt, Benutzer, Rechner und dem, was der jeweilige Lauf gemeldet hat.
Es läuft nicht dauerhaft mit
Das Logbuch ist standardmäßig ausgeschaltet. Sie schalten es ein, wenn Sie einen Fehler eingrenzen wollen — je Lösung und je Mandant getrennt — und danach wieder aus. Solange es aus ist, kostet es keine Laufzeit. Siehe Einstellungen.
Was das Logbuch gegenüber Sage-Standard bietet¶
Sage 100 bringt eigene Protokolle mit. Sie beantworten aber andere Fragen als das AD Logbuch.
Was Sage selbst protokolliert:
- Mutationsprotokoll (Administration → Mutationsprotokoll): hält fest, wer einen Datensatz angelegt, geändert oder gelöscht hat, feldgenau mit altem und neuem Wert. Erfasst werden ausgewählte Tabellen, vor allem Stammdaten wie Adressen, Kontokorrente, Konten, Steuerangaben und Benutzer. Für Artikel und Artikelvarianten sowie Artikel-Kunden- und -Lieferantendetails lässt es sich im Administrator zuschalten. Es zeigt Datenänderungen, keine Verarbeitungsläufe.
- Protokolle einzelner Sage-Abläufe, etwa das Fehlerprotokoll der Datendiagnose, das Importprotokoll der BDE oder das Import- und das Übernahmeprotokoll der E-Rechnung. Jedes gehört zu genau einem Sage-Ablauf.
- Technische Ablaufverfolgung (Tracelog): Sage gibt dort technische Meldungen aus, auch rund um die Aufrufe von Zusatzlösungen; auch die PCT-Lösungen melden dort technische Fehler. Sichtbar werden die Meldungen mit dem Sage TraceLog Manager, der sie mitschneidet — ein Werkzeug für Betreuer und Support, keine Auskunft im Programm.
Was das AD Logbuch hinzufügt:
| In Sage-Standard | Mit dem AD Logbuch |
|---|---|
| Mutationsprotokoll und Ablaufprotokolle kennen die Läufe der PCT-Lösungen nicht; im Tracelog stehen allenfalls technische Einzelmeldungen | Alle angebundenen PCT-Lösungen schreiben ihre Läufe in eine Auskunft unter Administration |
| Das Mutationsprotokoll zeigt, welcher Wert sich geändert hat — nicht, was ein Lauf getan hat | Je Lauf Start, Ergebnis mit Mengengerüst und Laufzeit oder die Fehlermeldung, als Vorgang zusammengefasst |
| Tracelog-Meldungen sieht man nur mit einem eigenen Werkzeug außerhalb von Sage | Lesbar direkt in Sage, mit Benutzer und Rechner, nur die Einträge des eigenen Mandanten |
| — | Ein Schalter je Lösung und Mandant: aus, nur Fehler oder alles. Wirkt nach spätestens 60 Sekunden, ohne Neustart |
| — | Aktualisiert eine PCT-Lösung ihre Datenbank, steht das mit alter und neuer Revision im Logbuch — auch bei ausgeschaltetem Logbuch |
| — | Die Größe begrenzt sich selbst (Vorgabe: die letzten 50.000 Einträge) |
Ihr Nutzen:
- Anwender sehen bei einem unerwarteten Ergebnis selbst nach, ob und wann der Lauf gelaufen ist und was er gemeldet hat — statt den Fall erst per Fernwartung klären zu lassen.
- Administratoren schalten das Mitschreiben gezielt für die Lösung ein, um die es geht, und können Stufe nur Fehler dauerhaft stehen lassen: im störungsfreien Betrieb entsteht dann kein Eintrag. Sie sehen außerdem, wann welches Update einer PCT-Lösung eingespielt wurde und ob es fehlgeschlagen ist.
Was es nicht ersetzt: Das AD Logbuch ist kein Änderungsprotokoll Ihrer Daten — dafür bleibt das Mutationsprotokoll zuständig. Und es ist nicht revisionssicher: ältere Einträge werden beim Erreichen der Obergrenze entfernt.
Wofür Sie es benutzen¶
- Ein Verarbeitungslauf liefert nicht das erwartete Ergebnis. Im Logbuch steht, wann er lief, wie lange er brauchte und wie viele Zeilen er erzeugt hat.
- Ein Lauf bricht ab. Die Fehlermeldung steht im Klartext beim betroffenen Schritt, zusammen mit allem, was davor passiert ist.
- „Läuft die Lösung bei uns überhaupt?" Wenn ein Lauf Einträge schreibt, ist die Frage beantwortet.
- Nachweis, wer etwas ausgelöst hat — Benutzername und Rechnername stehen bei jedem Eintrag.
Wo Sie es finden¶
Warenwirtschaft → Administration → AD Logbuch (PCT)
Die Auskunft zeigt oben die Vorgänge, unten die Schritte des markierten Vorgangs. Sie sehen nur die Einträge Ihres Mandanten; andere Mandanten derselben Datenbank bleiben außen vor.
Welche Lösungen hineinschreiben¶
Angebunden sind die PCT-Lösungen, die eigene Verarbeitungsläufe haben — etwa die FA-BOM-Nachweise und die RL-Kalkulation. Jede Lösung hat ihren eigenen Schalter: Sie können gezielt nur diejenige mitschreiben lassen, um die es gerade geht.
Ein ausgeschaltetes Logbuch schreibt nichts mit. Wer Fehler auch ohne vorherige Planung festgehalten haben will, lässt die Lösung dauerhaft auf Stufe nur Fehler — siehe Betrieb.
Paket: Pct_AD_Logbuch