EK-Dispostapel erzeugen (PCT)¶
Der Knopf FC Dispostapel EK über der Artikelliste nimmt alle Bestellartikel, die im Forecast am Ende in die Unterdeckung laufen, und legt dafür einen Stapel Bestellvorschläge in Sage an. Mengen, Preise, Rabatte und Rahmenverträge ergeben sich dabei so, wie Sages eigene Bestellvorschläge sie rechnen. Danach arbeiten Sie im Sage-Standard weiter: Vorschläge prüfen, ändern, Bestellungen erzeugen. Derselbe Aufruf steht unter demselben Namen im Rechtsklick-Menü der Artikelliste.
Beta
Die Funktion ist neu und zunächst ausgeschaltet. Solange sie für Ihren Mandanten nicht freigeschaltet ist, meldet der Dialog „EK-Dispostapel ist für diesen Mandanten nicht freigeschaltet" und legt nichts an. Freischalten lässt sie Ihr Betreuer → Einstellungen.
Nur Dispositionsmethode 11
Vorgeschlagen werden derzeit nur Artikel mit Dispositionsmethode 11 (bedarfsorientiert). Artikel mit einer anderen Dispositionsmethode übergeht der Knopf ohne Meldung; für sie bleiben Sages Bestellvorschläge zuständig. Weitere Dispositionsmethoden sind in Vorbereitung.
Wie FC Dispostapel PPS hängt der Eintrag an Sages Artikelmenü. Er erscheint deshalb in allen Artikellisten, die dieses Menü benutzen, und wirkt immer auf den ganzen Mandanten, nicht auf die markierte Zeile.
Der Dialog¶
| Einstellung | Auswahl | Vorgabe beim ersten Aufruf |
|---|---|---|
| Unterdeckungen bis (Tage ab heute) | Anzahl Tage, 0 bis 3650. Berücksichtigt werden Unterdeckungen bis zu diesem Tag | 90 |
| Nur Lieferant (leer = alle) | Auswahl eines Lieferanten; daneben zeigt Matchcode seinen Namen | leer = alle Lieferanten |
| Bedarfe zusammenfassen | Je Bedarfstermin · Je Woche (Termin Montag) · Komplett (Termin erster Bedarf) · Je Monat (Termin erster Bedarf) · Je Quartal (Termin erster Bedarf) | Je Bedarfstermin |
| Gebinde beachten | Nein · Ja | Nein |
| Leeren Hauptlieferanten ersetzen | Nein – Position ohne Lieferant (wie Sage) · Ja – letzten Lieferanten nehmen | Nein |
Was Sie wählen, merkt sich der Forecast je Benutzer und schlägt es beim nächsten Aufruf wieder vor — mit einer Ausnahme: Nur Lieferant ist bei jedem Aufruf leer, damit ein vergessener Filter nicht unbemerkt einen Stapel für nur einen Lieferanten erzeugt.
Nur Lieferant wählt nach dem Lieferanten aus, den der Vorschlag bekommen würde: dem Hauptlieferanten des Artikels. Ist der Hauptlieferant leer, zählt der letzte Lieferant nur, wenn Leeren Hauptlieferanten ersetzen auf Ja steht. Weitere Lieferanten, die den Artikel ebenfalls liefern könnten, zählen nicht.
Bedarfe zusammenfassen¶
Ohne Zusammenfassen bekommt jede Unterdeckung eine eigene Position. Zusammengefasst entsteht eine Position je Artikel und Zeitraum:
| Auswahl | eine Position je | Liefertermin |
|---|---|---|
| Je Bedarfstermin | Unterdeckung | Termin der Unterdeckung |
| Je Woche | Kalenderwoche | Montag der Woche, wie bei Sage |
| Komplett | ganzer Zeitraum bis „Unterdeckungen bis" | erster Bedarf |
| Je Monat | Kalendermonat | erster Bedarf im Monat |
| Je Quartal | Kalenderquartal | erster Bedarf im Quartal |
Die Menge einer zusammengefassten Position reicht so weit, dass der Bestand bis zum Ende des Zeitraums an keinem Tag unter null fällt. Was vorhandener Bestand schon deckt, wird nicht bestellt. Die Gesamtmenge ist in jeder Auswahl dieselbe, nur die Zahl der Positionen ändert sich.
Beispiel Je Monat
Bestand 0, im Oktober Bedarfe am 07.10. (10 Stück), 15.10. (20) und 28.10. (5): eine Position über 35 Stück zum 07.10. Ein Bedarf am 04.11. bekommt eine eigene November-Position.
Monat, Quartal und Komplett liefern bewusst zum ersten Bedarf und nicht zum Monats- oder Quartalsersten: Sonst käme Ware bis zu drei Monate zu früh. Auch Sages „für den Stapel zusammenfassen“ liefert anders, nämlich die ganze Menge zum Dispositionstermin, also sofort.
Mindestbestellmenge: Zusammenfassen lohnt sich besonders bei Artikeln mit Mindestbestellmenge. Jede Position wird auf die Mindestmenge angehoben. Viele kleine Bedarfe einzeln ergäben deshalb mehrfach die Mindestmenge, zusammengefasst nur einmal.
Die Rückmeldung¶
Die Rückmeldung nennt die Stapelkennung, die Zahl der Positionen und der Lieferanten. Die Kennung besteht aus „FC", dem Datum und einer laufenden Nummer je Tag, wie beim PPS-Stapel. Konnten Artikel nicht vorgeschlagen werden, zählt die Meldung sie mit Grund auf, etwa „3 Forecast nicht aktuell". Gibt es nichts zu bestellen, lautet sie „Keine EK-Dispopositionen erstellt".
Ein zweiter Aufruf am selben Tag erzeugt einen weiteren Stapel, aber nur für den noch ungedeckten Rest. Vorhandene Bestellvorschläge werden angerechnet, auch Sages eigene.
Den Stapel weiterverarbeiten¶
Den fertigen Stapel öffnen Sie wie gewohnt über Bestellwesen → Bestelldisposition → Bestelldisposition bearbeiten und wählen ihn über die Stapelkennung. Die Bestellungen erzeugen Sie über Bestellwesen → Bestelldisposition → Bestellungen erstellen.
Was der Knopfdruck tut¶
| Schritt | Regel |
|---|---|
| Artikel | Bestellartikel mit Lagerführung und Dispositionsmethode 11, die kein Fertigungsartikel sind und deren Endbestand im Forecast negativ ist |
| Menge | nur echte Unterdeckung: Eine Lücke zwischendurch, die sich bis zum Ende von selbst wieder schließt, löst keinen Vorschlag aus. Bestellt wird höchstens der Fehlbestand am Ende, abzüglich dessen, was vorhandene Bestellvorschläge schon abdecken |
| Einheit | Menge in der Einkaufsmengeneinheit des Lieferanten, umgerechnet aus der Lagermengeneinheit des Forecasts |
| Mindestmenge, Gebinde | Mindestbestellmenge wie bei Sage; auf Gebinde wird nur aufgerundet, wenn Gebinde beachten auf Ja steht |
| Termin | nie früher als heute plus Wiederbeschaffungszeit des Lieferanten |
| Lieferant | Hauptlieferant; ist er leer, bleibt die Position wie bei Sage ohne Lieferant, außer Leeren Hauptlieferanten ersetzen steht auf Ja |
| Preise | Einzelpreis, Staffelpreis, Staffelrabatt und Steuer wie in Sages Bestellvorschlägen. Ist der Hauptlieferant beim Artikel nicht als Lieferant eingetragen, entsteht die Position trotzdem, wie bei Sage, mit Preis 0 |
| Rahmenverträge | wie bei Sage zugeordnet, nach dem Dispositionsverhalten des Vertrags (keinen, nur wenn günstiger, jeden). Passen mehrere Verträge, wird die Position wie bei Sage als mehrdeutig gekennzeichnet |
| Fremdwährung | siehe Währungskurse |
Währungskurse¶
Bevor der Stapel entsteht, ruft der Dialog über Sages Kursabfrage die aktuellen Kurse der Europäischen Zentralbank ab. Braucht ein Vorschlag einen Lieferanten in Fremdwährung, muss dessen Kurs aktuell sein, also mindestens vom letzten Werktag. Sonst entsteht kein Stapel, und die Meldung nennt die Währung, zum Beispiel „Kurs für USD fehlt oder ist von Hand gepflegt – bitte zuerst die Kurse abrufen".
- Die Kursabfrage braucht einen Internetzugang, das Recht, Währungskurse zu speichern, und Euro als Eigenwährung. Schlägt sie fehl, zeigt der Dialog Sages Meldung dazu und rechnet trotzdem, solange kein Fremdwährungskurs gebraucht wird.
- Es zählen nur Währungen, die die Europäische Zentralbank täglich veröffentlicht. Ein von Hand gepflegter Kurs gilt nicht als aktuell.
Wann kein Stapel entsteht¶
| Meldung | Was zu tun ist |
|---|---|
| „Der Forecast wird gerade berechnet …" | Die Berechnung dauert Sekunden, danach erneut starten |
| „Der Forecast wartet auf eine vollständige Neuberechnung …" | nach dem nächsten Lauf des Forecasts erneut starten |
| „Es läuft bereits eine Erzeugung von EK-Dispostapeln …" | Ein Kollege erzeugt gerade im selben Mandanten; danach erneut starten |
| „Dispostapel wurden während des Laufs geändert …" | Jemand hat parallel Bestellvorschläge bearbeitet; erneut starten |
| „Kurs für … fehlt …" | Kurse abrufen, dann erneut starten |
Entsteht ein Stapel, dann immer vollständig: Bricht der Lauf ab, bleibt nichts halb angelegt zurück.
Sages Optionen im Vergleich¶
Sages Dialog Bestellwesen → Bestelldisposition → Bestellvorschläge erstellen hat mehr Optionen als unser Dialog. So sind sie hier abgebildet:
| Option in Sage | im EK-Dispostapel (PCT) |
|---|---|
| Stapelkennung (frei wählbar) | fest: „FC“, Datum, laufende Nummer |
| Artikel von/bis, Artikelgruppe von/bis | fehlt noch – es zählen alle passenden Artikel des Mandanten |
| Hauptlieferant | vorhanden: Nur Lieferant |
| Projekt | fehlt noch |
| Dispositionstermin, Disposition bis | Dispositionstermin ist immer heute; „Disposition bis“ = Unterdeckungen bis (Tage ab heute) |
| Positionen: nicht / wochenweise / für den Stapel zusammenfassen | vorhanden, dazu je Monat und je Quartal → Bedarfe zusammenfassen |
| Artikellieferung n Tage vor Bedarf | fehlt noch – geliefert wird zum Bedarfstermin |
| Mindestbestellmenge prüfen | immer eingeschaltet |
| Gebindefaktor prüfen | vorhanden: Gebinde beachten |
| Wiederbeschaffungszeit des Lieferanten berücksichtigen | immer eingeschaltet |
| Referenzen Bedarfsverursacher erzeugen | fehlt noch – die Vorschläge tragen keine Bedarfsverursacher |
| Zugänge nach Auftragsliefertermin berücksichtigen | entfällt: Der Forecast rechnet alle Zugänge mit ihrem Termin |
| Auftragsliefertermine einhalten | fehlt noch – es gilt immer der Hauptlieferant |
| Preisgünstigsten Lieferanten ermitteln, Menge bis % | fehlt noch – es gilt immer der Hauptlieferant |
| Protokoll erstellen | fehlt noch – die Rückmeldung nennt Stapel, Positionen, Lieferanten und übergangene Artikel |
| Zeitversetzt | entfällt: der Lauf dauert Sekunden |
| — | zusätzlich: Leeren Hauptlieferanten ersetzen |
Unterschied zu Sages Bestellvorschlägen¶
| Sage: Bestellvorschläge erstellen | EK-Dispostapel erzeugen (PCT) | |
|---|---|---|
| Datenbasis | eigene Rechnung mit eigenen Einstellungen | derselbe Verlauf, den Sie im Forecast sehen, mit allen seinen Quellen |
| Vorschlag bei | jeder Unterschreitung | nur, wenn der Bestand am Ende fehlt |
| Zusammenfassen | nicht, je Woche, komplett | zusätzlich je Monat und je Quartal |
| Dauer | Sage empfiehlt die Nachtstunden | Sekunden |
| Aufräumen | alte Stapel vorher löschen | nicht nötig, vorhandene Vorschläge werden angerechnet |
| Preise, Rahmenverträge | Sages Regeln | dieselben Regeln |