Einstellungen¶
Alle Einstellungen stehen in einer Maske: Produktion → Administration Produktion → FA-Tools Setup. Sie gelten für den ganzen Mandanten. Nach der Installation ist jede Einstellung ausgeschaltet — bis auf die Größenbegrenzung des Protokolls. Die Lösung ändert am Verhalten von Sage also nichts, bis Sie etwas einschalten. Ausgenommen sind die Rechtsklick-Funktionen, die Zusatzspalten und die Auskünfte; die stehen sofort zur Verfügung.
Die Schaltfläche PCT Onlinehilfe in der Maske (oder Strg+Umschalt+H) öffnet diese Seite.
Geänderte Einstellungen wirken ab dem nächsten Speichern eines Fertigungsauftrags bzw. einer Rückmeldung. Lässt sich ein Wert nicht speichern, nennt die Maske das betroffene Feld; die übrigen Werte werden trotzdem gespeichert.
Register Ressourcenlisten¶
| Einstellung | Wirkung, wenn eingeschaltet |
|---|---|
| AG-Pos erben "GPOptGruppe" u "PctGPOptTyp" aus RL-Kopfartikel | Beim Speichern einer Ressourcenliste übernehmen die Arbeitsgänge die GanttPlan-Optimierungsgruppe und den Optimierungstyp aus dem Artikel der Ressourcenliste. Nur mit GanttPlan sinnvoll. |
| BG-Zusammenführen-Kennzeichen von RL-Kopf/Material auf AG vererben | Das Kennzeichen Baugruppen-Zusammenfuehrung am Kopf der Ressourcenliste wird beim Speichern auf ihre Arbeitsgänge übertragen — gesetzt wie gelöscht. Beim Anlegen eines Auftrags gilt das Kennzeichen der Materialposition für die Arbeitsgänge der Unterbaugruppe. Siehe Unterbaugruppen zusammenführen. |
Register Fertigungsaufträge¶
Die Maske gliedert das Register mit Hinweistexten in Abschnitte; die Tabelle folgt ihrer Reihenfolge.
Letzter Arbeitsgang. Ein fester Abschlussarbeitsgang — zum Beispiel „Einlagern“ — wird an jeden Eigenfertigungsauftrag angehängt.
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Autom. letzter Arbeitsgang im FA | der Arbeitsgang, der angehängt wird |
| Autom. letzter Arbeitsplatz im FA | der Arbeitsplatz dazu |
| Vorgabe-Zeit Rüsten letzter AG (in Sek.) | seine Rüstzeit |
Erst wenn alle drei ausgefüllt sind, hängt die Lösung beim Speichern jedes Eigenfertigungsauftrags diesen Arbeitsgang als letzten an. Steht er schon mehrfach im Auftrag, bleibt nur einer. Zieht die Einstellung Zeit-RM Mengen von vorangehenden AG-Pos gleichziehen die Menge nach, wird dieser Arbeitsgang als Rüsten zurückgemeldet (für GanttPlan).
GanttPlan.
| Einstellung | Wirkung, wenn eingeschaltet |
|---|---|
| Mindestdauer von AG-Positionen auf 1 Minute setzen | Arbeitsgänge, die zusammen kürzer als eine Minute dauern (oder eine Rüstzeit unter einer Minute haben), bekommen beim Anlegen und Speichern eine Rüstzeit von einer Minute. Für so kurze Arbeitsgänge kann Sage keine Kapazitätsbelegung berechnen. |
| FA-Feld "GPLocked" löschen, falls Verursacher aus Auftragsbestätigung | Stammt der Auftrag aus einer Auftragsbestätigung, wird beim Speichern die GanttPlan-Sperre an deren Position aufgehoben. |
Automatisch zusammenführen.
| Einstellung | Wirkung, wenn eingeschaltet |
|---|---|
| Neue FA automatisch zusammenführen | Beim Anlegen eines Auftrags werden Unterbaugruppen, die nur Material enthalten oder deren Arbeitsgang das Kennzeichen Baugruppen-Zusammenfuehrung trägt, in den übergeordneten Auftrag gezogen. Siehe Unterbaugruppen zusammenführen. |
Weitere Einstellungen.
| Einstellung | Wirkung, wenn eingeschaltet |
|---|---|
| Neuen Lagerplatz aus FA-Projektnummer erstellen und vorbelegen | Hat ein neuer Auftrag eine Projektnummer, aber keinen Lagerplatz, wird der Lagerplatz des Lagers mit dieser Projektnummer als Lagerkennung eingetragen. Gibt es das Lager noch nicht, legt die Lösung es an — als Kommissionslager „Projektlager <Projektnummer>“ mit Grundlagerplatz. |
| Projektlager: Lagergruppe und GP-/FC-Lagerkennzeichen vorbelegen | Beim Anlegen eines solchen Projektlagers werden zusätzlich die Zusatzfelder des Lagers vorbelegt, soweit es sie gibt: die Lagergruppe („Kom-Lager“ bei Projektnummern der Form 20xx-…, sonst „Projekt“) und die Kennzeichen, dass das Lager für GanttPlan und den Artikelforecast zählt. Wer das Projektlager schon vor dieser Einstellung genutzt hat, behält das bisherige Verhalten, bis die Einstellungen das nächste Mal gespeichert werden. |
| Bei Speichern v Bestellungen aus Fremdfertigung FA-Termin anpassen | Wird eine Bestellung zu einem Fremdfertigungsauftrag gespeichert, übernimmt der Auftrag ihren Liefertermin als Soll-Endtermin und wird neu terminiert (nur, solange er nicht beendet ist). |
| Material je AG muss eindeutig sein | Steht dasselbe Material innerhalb eines Arbeitsgangs zweimal im Auftrag, lässt sich der Auftrag nicht speichern; die Meldung nennt die Positionen. Beim Zusammenführen von Unterbaugruppen werden gleiche Materialien eines Arbeitsgangs deshalb gleich zu einer Position zusammengefasst. |
| Diagnose: FA-Auflösung schrittweise im FA-Tools Log protokollieren | Schreibt jeden Schritt beim Anlegen und Zusammenführen ins FA-Tools Log. Nur zur Fehlersuche mit dem Support — erzeugt sehr viele Einträge. |
| GP: Maschinenfaktor + Personenanzahl je AG-Position schreiben | Schreibt beim Speichern eines Auftrags aus dem Leistungsgrad jedes Arbeitsplatzes den Maschinenfaktor und die Personenanzahl in die GanttPlan-Daten. Nur mit GanttPlan. |
| GP: Vorgangsqualifikation aus Artikel-Kennzeichen schreiben | Überträgt beim Speichern die Vorgangsqualifikation aus dem Artikel in die GanttPlan-Daten. Nur mit GanttPlan. |
| FA-Tools Log max. Zeilen = Wert × 1.000 (leer/0 = 1.000, -1 = aus) | Größe des FA-Tools Log in Tausend Einträgen. Leer oder 0: 1 Million. -1: keine Begrenzung. Das ist die einzige Einstellung, die ohne Ihr Zutun wirkt — das Protokoll wird von Anfang an auf 1 Million Einträge begrenzt. |
| GP: Priorität "Service" für FA-Struktur mit AP ohne Termin | Ist ein Arbeitsplatz eines Arbeitsgangs für „FA-Struktur ohne Termin“ gekennzeichnet, bekommt der oberste Auftrag der Struktur beim Speichern die GanttPlan-Priorität „Service“. Nur mit GanttPlan und dem entsprechenden Kennzeichen am Arbeitsplatz. |
| FA-Split: keine Rückmeldungen in AGs ohne Istmenge zurücklassen | Beim Split mit Istmenge: bleibt einem Arbeitsgang im ursprünglichen Auftrag keine Menge, wandern alle seine Rückmeldungen — auch Rüsten und Stillstände — vollständig in den neuen Auftrag, statt anteilig geteilt zu werden. Der Arbeitsgang gilt im ursprünglichen Auftrag dann nicht mehr als begonnen. |
Register Rückmeldungen¶
Diese Einstellungen prüfen eine Rückmeldung, bevor Sage sie speichert. Schlägt eine Prüfung an, erscheint eine Meldung, und die Rückmeldung wird nicht gespeichert.
| Einstellung | Wirkung, wenn eingeschaltet |
|---|---|
| Löschen v Material-RM verhindern, falls FA bereits Fertigmeldungen hat | Eine Materialentnahme lässt sich nicht mehr stornieren, wenn das Material für schon fertig gemeldete Stücke gebraucht wurde: „Der Fertigungsauftrag enthält bereits Fertigmeldungen - Materialposition darf nicht mehr storniert werden!" |
| Zeit-RM Mengen von vorangehenden AG-Pos gleichziehen | Wird an einem Arbeitsgang eine Menge zurückgemeldet (oder der Auftrag fertig gemeldet), meldet die Lösung dieselbe Menge an allen vorherigen, noch nicht beendeten Arbeitsgängen nach, an denen sie fehlt. Die nachgezogenen Rückmeldungen tragen den Text „Automatisch erzeugt aus Rückmeldung …". |
| Zeit-Rückmeldung darf max. Restmenge des FA haben | An einem Arbeitsgang kann höchstens die noch offene Menge zurückgemeldet werden: „Sollmenge von … überschritten! Es können nur noch … gebucht werden!" |
| Fertigmeldung "Ende" verhindern, falls offene BDE-Stempel vorhanden | Ein Auftrag kann nicht mit Ende fertig gemeldet werden, solange noch jemand daran angestempelt ist. Die Meldung nennt jeden Mitarbeiter mit Arbeitsplatz und Uhrzeit. |
| Zeit-RM und Fertigmeldung nur zulassen, wenn genügend Material gebucht | Fertig gemeldet werden kann höchstens so viel, wie Material für die davorliegenden Materialpositionen entnommen ist (Infoteile zählen nicht, Fremdfertigung ist ausgenommen): „Bitte zuerst alle Material-Rückmeldungen buchen". Außerdem kann eine schon gebuchte Materialentnahme nicht unter die Menge gesenkt werden, die für die gefertigten Stücke verbraucht ist. |
Was ohne Einstellung geschieht¶
Einige Dinge erledigen die FA-Tools immer, weil sie Fehler vermeiden, ohne das Verhalten zu ändern:
- Doppelte Kapazitätsbelegungen eines Arbeitsgangs, die Sage beim Speichern ohne neue Terminierung erzeugt, werden entfernt.
- Ein Wareneingang zu einer Fremdfertigung lässt sich nicht buchen, solange der zugehörige Fertigungsauftrag noch geöffnet ist; die Meldung nennt, wer ihn geöffnet hat.
- Das Protokoll zum Kennzeichen Baugruppen-Zusammenfuehrung wird immer geführt.
- Beim Speichern eines Fertigungsauftrags werden die Zusatzfelder FA erstellt am / von (einmalig) und FA geaendert am / von (bei jedem Speichern) mit Zeitpunkt und Benutzer gefüllt.
- Mit GanttPlan: Soll-Start- und Soll-Endtermin eines Auftrags werden beim ersten Speichern als ursprüngliche Termine festgehalten, bevor GanttPlan umplant; die GanttPlan-Sperre eines neuen Auftrags wird zurückgesetzt, außer bei Aufträgen für Unterbaugruppen.
- Ist der Sage-Schalter Losgrößen beachten gesetzt, gilt die maximale und minimale Losgröße auch für die Aufträge der Unterbaugruppen, die Sage selbst dabei auslässt.
Außerdem lassen sich Felder in der Erfassung von Ressourcenlisten und Fertigungsaufträgen sperren, schreibschützen oder ausblenden. Diese Regeln richtet der Support auf Anfrage ein.