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Voraussetzungen

Voraussetzung Bedingung Wenn sie fehlt
Sage 100 Warenwirtschaft Version 9.0.9, 9.0.10 oder 9.0.11 (je ein Container) ältere Versionen auf Anfrage
Microsoft SQL Server 2017 oder neuer, Standard- oder Enterprise-Edition mit 2016 lassen sich die Register „Lagerbestand" und „Verlauf" nicht öffnen und die Forecast-Daten werden nicht mehr aufgebaut; mit SQL Server Express läuft der Hintergrundlauf nicht (kein SQL-Agent)
SQL-Agent läuft dauerhaft ohne Agent bleiben die Zahlen auf dem letzten Stand stehen
Dispositionsmethode 11 am Artikel für FC Dispostapel EK: nur diese Artikel bekommen Bestellvorschläge (weitere Methoden in Vorbereitung) Artikel mit anderer Dispositionsmethode werden übergangen; für sie gelten weiter Sages Bestellvorschläge
Sage-Produktion (PPS) für Fertigungszeilen, den Knopf „FC Dispostapel PPS" und die Rechtsklick-Funktionen Rückmeldungen, Simulation, FA bearbeiten ohne PPS fehlen diese Teile, der Rest läuft
Zusatzpaket Rahmenverträge für Planzahlen und Restmengen im Verlauf ohne das Paket bleiben diese Zeilen aus
Zusatzpaket Absatzplanung für Absatzplan-Zeilen ohne das Paket bleiben diese Zeilen aus
GanttPlan für GanttPlan-Szenarien und Prioritäten; in der Voreinstellung auch für die Spalte „VK Baugruppen" ohne GanttPlan bleiben diese Spalten leer, alles andere läuft. Für „VK Baugruppen" lässt sich seit Revision 52 auf die Sage-Stücklisten umstellen, dann wird GanttPlan dafür nicht gebraucht — siehe Einstellungen
AppInstall (PCT) Basis-Paket für den Rechtsklick „Lagerbewegung" und die Menüfunktion wird mit installiert
Eine Standard-Ressourcenliste je Artikel nur nötig, wenn ein Artikel mehrere gleichzeitig gültige Ressourcenlisten-Varianten hat der Artikel bekommt keinen Fertigungsvorschlag im Dispostapel PPS, und bei „VK Baugruppen" bleibt die Menge je Baugruppe offen — was zu tun ist

Randbedingung: eine Standard-Ressourcenliste je Artikel

Wenn mehrere Ressourcenlisten gleichzeitig gültig sind, fehlt der Artikel im Fertigungsvorschlag

Ein Artikel darf in Sage mehrere Ressourcenlisten-Varianten haben — etwa alternative Fertigungs- oder Reparaturwege. Sind davon mehrere gleichzeitig gültig (Status Standard oder Gültig, Gültigkeitszeitraum offen), lässt sich aus den Daten nicht ableiten, welche Variante gefertigt würde.

Das hat zwei Folgen:

Betroffen Was passiert
Dispostapel PPS Der Artikel bekommt keinen Fertigungsvorschlag. Er fehlt in der Vorschlagsliste — ohne Meldung und ohne Kennzeichen.
Spalte „VK Baugruppen" (Einstellung aus Sage oder gemischt) Die Baugruppe wird weiterhin angezeigt. Nur die Menge je Baugruppe bleibt offen, weil sie je Variante unterschiedlich sein kann.

Wie oft das vorkommt: In geprüften Beständen waren zwischen 0 % und knapp 5 % der Fertigungsartikel betroffen — im größten Fall gut 1.500 Artikel, die dadurch dauerhaft ohne Fertigungsvorschlag blieben.

So lösen Sie es auf

Kennzeichnen Sie im Artikelstamm unter Ressourcenlisten genau eine Variante als Standard — das ist die Spalte mit dem Sternchen (*) in der Variantenliste.

Ab Revision 52 wertet der Artikelforecast diese Kennzeichnung aus:

  • Ist genau eine Variante als Standard markiert, gilt sie. Der Artikel bekommt wieder einen Fertigungsvorschlag, und die Menge je Baugruppe wird wieder ausgewiesen.
  • Ist keine oder mehr als eine markiert, bleibt es beim oben beschriebenen Verhalten.

Das Kennzeichen ist in der Praxis fast nie gesetzt

In allen geprüften Beständen war die Standardvariante bei keinem einzigen Artikel gepflegt. Wer mit mehreren Ressourcenlisten-Varianten arbeitet, sollte das einmalig nachziehen — es ist die einzige Angabe, aus der sich die Frage beantworten lässt. Gültigkeitszeitraum und Mengenbereich (von/bis) helfen dabei nicht: Sie waren in den geprüften Beständen praktisch nie gepflegt, und ein Mengenbereich beantwortet die Frage ohnehin nur dann, wenn sich die Varianten allein über die Losgröße unterscheiden — bei alternativen Fertigungswegen tut er das nicht.

Systemlast

Der Hintergrundlauf rechnet nur Artikel neu, an denen sich etwas geändert hat. Ein kompletter Neuaufbau über 33.000 Artikelvarianten dauerte bei einem Kunden neun Sekunden. Für die Analyse steht optional der SQL-Server-Abfragespeicher bereit (Installation).