Einstellungen¶
Alle Schalter liegen je Mandant in der Einstellungstabelle der PCT-Lösungen (Ansicht 17026) und werden vom Betreuer gesetzt. Die Installation legt fehlende Schalter mit ihrer Vorgabe an und überschreibt vorhandene nie; fehlt ein Schalter ganz, rechnet der Forecast mit der Vorgabe. Die Vorgaben sind bewusst zurückhaltend: Quellen, die ein Zusatzpaket brauchen, sind aus und werden bei der Einrichtung eingeschaltet.
Gepflegt werden die Schalter in Sage unter Zusatzmodule → Verwaltung, Sicht 17026 wählen, Eigenschaften. Die Spalte Bezeichnung nennt jeden Schalter im Klartext, das Memo erklärt ihn und seine Wirkung. Die Zeile mit Ebene „·“ ist die Vorgabe, die Zeile mit Ebene „M“ der Wert Ihres Mandanten.
Zwei Begriffe, die auf dieser Seite immer wieder vorkommen:
- bestandswirksam: Die Zeile verändert den laufenden Bestand und damit Minbestand, Endbestand, 1. Unterdeckung und Reichweite. Eine Zeile ohne Bestandswirkung zeigt ihre Menge, der Bestand danach bleibt gleich. Sie steht nur zur Information im Register.
- Vollaufbau: Nach dem Ändern eines Schalters müssen alle Artikel neu gerechnet werden. Seit Revision 62 geschieht das von selbst: Ändern Sie einen Schalter, der die Zahlen beeinflusst, rechnet der Forecast alle Artikel dieses Mandanten neu. Speichern ohne Änderung und Schalter ohne Einfluss auf die Zahlen lösen nichts aus → Aktualisierung und Betrieb.
Verkauf¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCUseVKRV |
0 | Verkaufs-Rahmenverträge. 0 aus. 1 drei Zeilentypen: „VK Planzahl" (Planzahlen des Vertrags, bestandswirksam), „VK Rahmen" (Restmenge zum Vertragsende, bestandswirksam) und „VK-Rahmen Meldebestand" (ab Vertragsbeginn eines künftigen Vertrags zählt seine Bevorratung minimal zum Meldebestand); Abrufe rechnen mit der Wiederbeschaffungszeit des Vertrags. 2 nur „VK Rahmen" als Information, ohne Bestandswirkung, keine Planzahlen, keine Meldebestand-Zeilen. Die Bevorratung minimal laufender Verträge zählt unabhängig vom Schalter zum Meldebestand |
FCUseVKAP |
0 | 1 operative Absatzpläne. Jeder Auftrag, dessen Liefertermin in den Zeitraum eines aktiven Plans fällt, wird diesem Plan zugeordnet (Rahmenaufträge über den Vertragsbeginn) und braucht die Planzahl auf: Die Zeile „Absatzplanung" zeigt die Planmenge je Termin abzüglich der zugeordneten Aufträge, chronologisch von der ersten Planposition an, bestandswirksam. Der Auftrag selbst bleibt als „VK Auftrag" stehen, erzeugt aber keinen Bedarf über den Plan hinaus. Andere Werte wirken wie 0 |
FCUseVKAPSzenario |
0 | 1 Szenario-Absatzpläne ohne GP-Kennung als „Absatzplan SZ", aufgebraucht und bestandswirksam wie oben |
FCUseVKAPSzenarioGP |
0 | 1 GanttPlan-Szenarien: Szenario-Absatzpläne, deren zweite Bezeichnung mit #GP# beginnt. Sie planen Fertigungsbaugruppen vor (Vorbaustufen) und werden von GanttPlan als Bedarf verplant. Fertigungsaufträge für die Baugruppe, deren ursprüngliches Sollende im Planzeitraum liegt, werden dem Plan zugeordnet (eingelastete; alle, wenn FCShowFAohneEinlastung = 2) und brauchen ihn auf: Die Zeile „Forecast GP" zeigt die Planmenge abzüglich dieser Fertigungsaufträge als Zugang, bestandswirksam; der Fertigungsauftrag steht selbst als „FA Erzeugniszugang" da |
FCABStatusHideWithoutF |
0 | Freigabe-Kennzeichen F der Lösung Offene Auftragspositionen (Freigabe der Belegposition für die Arbeitsvorbereitung). 0 ohne Bedeutung. 1 Verkaufszeilen ohne Freigabe erscheinen, sind aber nicht bestandswirksam. 2 wie 1; Positionen, die noch gar keinen Statussatz haben, werden ganz ausgeblendet. Gilt für VK Auftrag, VK Meldebestand, VK Planzahl, VK Rahmen und VK-Rahmen Meldebestand |
Meldebestand¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCParamUseArtikelMeldebest |
1 | 1 Meldebestand und Wiederbeschaffungszeit der Artikelvariante gehen ein: die Bestandszeile zeigt Meldebestand / Wiederbeschaffungszeit, und ein Auftrag, dessen Liefertermin näher liegt als die Wiederbeschaffungszeit ab Belegdatum, darf den Meldebestand aufbrauchen; die Zeile „VK Meldebestand" setzt ihn am Tag Belegdatum plus Wiederbeschaffungszeit wieder in Kraft. 0 Artikel-Meldebestand und Wiederbeschaffungszeit gelten als 0; nur die Bevorratung aus Rahmenverträgen bleibt |
FCParamLfdFaelligMitMeldebest |
0 | 1 die Spalte Bestand zeigt den Bestand abzüglich des jeweils gültigen Meldebestands. Unterdeckung, Minbestand, Endbestand und 1. Unterdeckung beginnen dann unter dem Meldebestand, nicht erst unter null. 0 der Meldebestand wird nur angezeigt |
Der Meldebestand einer Zeile setzt sich zusammen aus dem Meldebestand der Artikelvariante (Schalter oben) und der Bevorratung minimal (BME) aller laufenden Rahmenverträge, begrenzt auf deren offene Vertragsmenge. Die Wiederbeschaffungszeit ist die kleinere von Artikel und Rahmenvertrag. Wie die Bevorratung über die Laufzeit eines Vertrags wirkt und welche Rahmenvertragsfelder der Forecast nicht liest: Meldebestand und Rahmenverträge.
Einkauf¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCUseEKRV |
0 | Einkaufs-Rahmenverträge. 0 aus. 1 „EK Planzahl" (Planzahlen, bestandswirksam) und „EK Rahmen" (Restmenge zum Vertragsende, bestandswirksam). 2 nur „EK Rahmen" als Information, ohne Bestandswirkung |
FCUseEKDispoStapel |
0 | Sages Bestellvorschläge aus dem Dispostapel als Zeile „EK Bestellvorschlag". 0 aus. 1 bestandswirksam. 2 nur Anzeige mit Menge und Termin, ohne Bestandswirkung. ⚠️ Bis Revision 51 wirkten 1 und 2 gleich — die Vorschläge veränderten den Bestand in keiner Stellung. Steht der Schalter bei Ihnen auf 1, zeigt der Forecast ab Revision 52 einen anderen Endbestand als vorher; wollen Sie das bisherige Verhalten behalten, stellen Sie ihn auf 2 |
FCUseGPEKVorschlag |
0 | Bestellvorschläge, die GanttPlan selbst erzeugt hat, als Zeile „GP Bestellvorschlag". 0 aus. 1 bestandswirksam. 2 nur Anzeige. Braucht die GanttPlan-Kopplung; ohne sie bleibt der Schalter wirkungslos. Was sich bei 1 gegenüber 2 ändert: Wenn die GanttPlan-Zeilen mitrechnen. Zum Zusammenspiel mit FCUseEKDispoStapel siehe Zwei Wege für dieselben GanttPlan-Vorschläge |
FCEkDispostapelAktiv |
0 | Schaltet FC Dispostapel EK für den Mandanten frei (Beta). 0 aus: der Dialog meldet „nicht freigeschaltet“ und legt nichts an. 1 an → EK-Dispostapel erzeugen. Wirkt sofort, ohne Vollaufbau |
FCUseEKMinVorlKlaer |
nicht vorbelegt, gilt 1 | Mindestvorlauf in Tagen für Bestellungen in Terminklärung: eine Zeile mit Klärungstermin liegt nie vor heute plus diesem Wert. Ist der Klärungstermin vorbei, rückt die Zeile auf heute plus Vorlauf. Mit 1 praktisch aus; mit 21 sagen Sie: eine Position in Klärung kommt frühestens in drei Wochen. Fehlt der Schalter, gilt der gleichnamige Wert der GanttPlan-Kopplung (GPUseEKMinVorlKlaer, Ansicht 17300), sonst 1 → Terminklärung |
Fertigung¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCShowFAohneEinlastung |
1 | Fertigungsaufträge ohne Einlastung. 0 gar nicht im Forecast (weder Erzeugniszugang noch Materialbedarf noch Verschnitt). 1 erscheinen mit Info „nicht eingelastet", ohne Bestandswirkung. 2 erscheinen und sind bestandswirksam, als wären sie eingelastet |
FCUsePPSDispoStapel |
0 | Sages Produktionsvorschläge aus dem Dispostapel als Zeile „FA Produktionsvorschlag". 0 aus. 1 bestandswirksam. 2 nur Information, keine Bestandswirkung. ⚠️ Bis Revision 51 wirkten 1 und 2 gleich — die Vorschläge veränderten den Bestand in keiner Stellung. Steht der Schalter bei Ihnen auf 1, zeigt der Forecast ab Revision 52 einen anderen Endbestand als vorher; wollen Sie das bisherige Verhalten behalten, stellen Sie ihn auf 2 |
FCUseGPFAVorschlag |
0 | Fertigungsaufträge, die GanttPlan selbst geplant hat und die es in Sage noch nicht gibt. Erzeugt zwei Zeilenarten: „GP Produktionsvorschlag" als Zugang auf dem Erzeugnis (zum Auftragsende) und „GP Materialbedarf" als Abgang auf jeder verbrauchten Komponente (zum Auftragsstart), je verbrauchendem Auftrag eine eigene Zeile mit seiner Teilmenge. 0 aus. 1 beide bestandswirksam. 2 beide nur zur Anzeige. Braucht die GanttPlan-Kopplung. ⚠️ Wirkt auch auf den Vorschlagslauf des Forecast. Die Spalte Info nennt bei jedem Vorschlag, wofür GanttPlan ihn plant — Verkaufsauftrag, Planzahl oder Sicherheitsbestand, bei Zwischenstufen den verbrauchenden Auftrag |
FCFABelPosLagerVomBedarfAbziehen |
0 | 1 Material, das bereits am Lagerplatz des Fertigungsauftrags liegt, wird vom Materialbedarf abgezogen. Liegt dort mehr, als noch gebraucht wird, erscheint der Überschuss als „FA Materialrücklauf" zum Auftragsende. 0 der Bedarf ist Sollmenge minus Istmenge; Materialrücklauf-Zeilen gibt es dann nicht. Bei Fremdfertigung werden Beistellmengen immer abgezogen |
Zwei Wege für dieselben GanttPlan-Vorschläge¶
Wenn GanttPlan im Einsatz ist, kann ein und derselbe Bestellvorschlag aus GanttPlan auf zwei Wegen in den Forecast kommen:
- Die GanttPlan-Kopplung schreibt die Vorschläge in Sages Bestelldisposition (Stapel
„GanttPLAN"). Von dort holt sie
FCUseEKDispoStapelals Zeile „EK Bestellvorschlag". - Der Forecast liest die Vorschläge direkt aus GanttPlan. Das macht
FCUseGPEKVorschlagals Zeile „GP Bestellvorschlag".
Ohne Abgrenzung stünde jeder Vorschlag zweimal im Register und der Bestand wäre zu hoch. Der Forecast trennt die beiden Wege deshalb am Dispositionstermin des GanttPLAN-Stapels:
- Bis zu diesem Termin gilt der Sage-Stapel. Das ist gewollt, denn dort arbeitet der Einkauf: Lieferant wechseln, Menge anpassen, Termin verschieben. Diese Änderungen sollen im Forecast sichtbar sein, nicht der ursprüngliche Planwert aus GanttPlan.
- Nach diesem Termin gilt GanttPlan. Die Kopplung übernimmt nämlich nur Vorschläge bis zum Dispositionstermin in den Sage-Stapel; alles, was weiter in der Zukunft liegt, gibt es nur in GanttPlan.
Ein gelöschter Vorschlag kommt nicht zurück
Löscht der Einkauf eine Zeile aus dem Stapel „GanttPLAN", verschwindet dieser Vorschlag vollständig aus dem Forecast — er liegt vor dem Dispositionstermin, und dort ist der Sage-Stapel maßgeblich. Das ist so gewollt: Sie haben den Vorschlag verworfen. Wollen Sie ihn wiederhaben, lassen Sie den Stapel neu aufbauen.
Ist nur einer der beiden Schalter gesetzt, gibt es nichts abzugrenzen: dann liefert dieser eine Weg alle Vorschläge, unabhängig vom Termin.
In der Fertigung gibt es diesen zweiten Weg nicht¶
Für die Fertigung existiert keine Übernahme von GanttPlan in Sages
Produktions-Dispostapel — nur der Einkauf hat sie. In den PPS-Dispostapel schreibt
ausschließlich der Forecast selbst (seine eigenen Vorschläge, Kennung FC…).
Deshalb kann sich bei FCUseGPFAVorschlag und FCUsePPSDispoStapel nichts überschneiden:
Der eine zeigt, was GanttPlan geplant hat, der andere, was der Forecast selbst
vorgeschlagen hat. Zwei verschiedene Dinge, keine Abgrenzung nötig.
Wo die drei Schalter liegen¶
Sie stehen nicht in derselben Tabelle — das überrascht beim Einrichten regelmäßig:
| Schalter | Wo | Was er tut |
|---|---|---|
Übernahme in den Bestelldispostapel (GPUseEKDispostapel) |
Einstellungen der GanttPlan-Kopplung, Ansicht 17300 | schreibt GanttPlans Bestellvorschläge in Sages Dispositionsstapel |
Bestellvorschläge aus dem Dispostapel (FCUseEKDispoStapel) |
Einstellungen des Forecast, Ansicht 17026 | holt diesen Stapel in den Forecast |
GanttPlan-Bestellvorschläge (FCUseGPEKVorschlag) |
Einstellungen des Forecast, Ansicht 17026 | holt dieselben Vorschläge direkt aus GanttPlan |
Was sich ändert, wenn die GanttPlan-Zeilen mitrechnen¶
Der Unterschied zwischen 1 (bestandswirksam) und 2 (nur Anzeige) ist größer, als er klingt. Bei 2 sehen Sie GanttPlans Planung, ohne dass sich eine einzige Kennzahl ändert — die Zeilen stehen im Register, der Bestand daneben läuft weiter wie bisher. Bei 1 rechnet der Forecast mit ihnen, und damit ändert sich alles, was aus dem laufenden Bestand abgeleitet ist:
| Was | Wo Sie es sehen |
|---|---|
| Bestand nach der Zeile, Minbestand, Maxbestand, Endbestand | Register Forecast |
| 1. Unterdeckung und Reichweite | Artikelliste und Dispositionsbestand |
| Farbliche Markierung der Unterdeckungen | Register Forecast |
| Ob ein Artikel überhaupt als beplant gilt | Artikelliste |
| Menge, die ein Vorschlagslauf erzeugt | Rechtsklick → Vorschlagsstapel, siehe unten |
⚠️ Rechnen Sie nicht damit, dass der Bestand besser aussieht¶
Naheliegend wäre die Erwartung: GanttPlan plant Nachschub, also sieht der Bestand danach besser aus. Das Gegenteil ist der Regelfall — weil ein geplanter Fertigungsauftrag ein Erzeugnis zuführt, dafür aber viele Komponenten verbraucht.
An einer echten Kundendatenbank gemessen (16.09.2026, 737 geplante Aufträge):
| Zeilen | Menge | |
|---|---|---|
| GP Produktionsvorschlag (Zugang auf dem Erzeugnis) | 531 | +128.013 |
| GP Materialbedarf (Abgang auf den Komponenten) | 10.822 | −5.160.707 |
Auf den Erzeugnissen wird das Bild also besser, auf den Komponenten deutlich schlechter — und genau das ist der Zweck: Sie sehen, was Ihnen fehlen wird, wenn GanttPlans Plan so gefahren wird. Betroffen sind auch weit mehr Artikel als vorher: 325 verschiedene Erzeugnisse ziehen Bedarf über 10.822 Materialzeilen nach sich.
Wann Sie welche Stellung wählen¶
| Ihre Arbeitsweise | Stellung |
|---|---|
| GanttPlans Plan wird nach Sage übernommen und gefertigt | 1 — die Planung ist real, sie gehört in den Bestand |
| GanttPlan läuft als Simulation oder zur Kontrolle mit | 2 — ansehen, ohne die Dispositionszahlen zu verändern |
| GanttPlan ist im Einsatz, aber Sie disponieren ausschließlich in Sage | 0 — die Zeilen würden nur stören |
Nach dem Umstellen einmal neu rechnen lassen
Der Schalter wirkt erst, wenn der Forecast die Artikel neu gerechnet hat. Bis dahin sehen Sie einen gemischten Stand: geänderte Artikel schon neu, unveränderte noch alt. Ihr Betreuer stößt dazu einen Vollaufbau an → Aktualisierung und Betrieb.
⚠️ Was die GanttPlan-Zeilen mit dem Vorschlagslauf machen¶
Der Forecast kann selbst Produktionsvorschläge erzeugen (Rechtsklick → Vorschlagsstapel).
Dieser Lauf rechnet mit dem Endbestand — und der enthält die GanttPlan-Zeilen, sobald
der Schalter auf 1 steht. Das hat eine Folge, die man kennen muss:
FCUseGPFAVorschlag |
Was der Vorschlagslauf tut |
|---|---|
| 1 (bestandswirksam) | Er sieht, dass GanttPlan schon geplant hat, und schlägt entsprechend weniger vor |
| 2 (nur Anzeige) | Er sieht die GanttPlan-Planung nicht und schlägt vor, was GanttPlan bereits geplant hat |
Beides kann richtig sein — es hängt davon ab, wie Sie arbeiten:
- GanttPlans Plan wird nach Sage übernommen (der Normalfall mit einem Feinplanungssystem):
Stellung
1ist richtig. Mit2planen Sie dieselben Aufträge ein zweites Mal. - GanttPlans Plan ist eine Simulation, die nicht übernommen wird: Stellung
2ist richtig. Mit1bliebe Ihre Sage-Disposition blind für einen Bedarf, den niemand deckt.
Die Umstellung wirkt erst nach einem Vollaufbau
Der Schalter gilt mandantenweit, und der Endbestand wird nicht sofort neu gerechnet. Wer die Stellung nur für einen einzelnen Vorschlagslauf ändern möchte, hat dafür heute keinen Weg — ein Schalter direkt im Dialog des Vorschlagslaufs ist vorgemerkt.
Für den Einkauf gilt dasselbe, sobald der Forecast auch Bestellvorschläge erzeugen kann; diese Funktion ist noch in Arbeit.
Woher die Spalte „VK Baugruppen" kommt¶
Die Spalte zeigt je Material, in welche Verkaufs-Baugruppen es eingeht und für welche Kunden diese Baugruppen beauftragt sind — über alle Stücklistenebenen. Bis Revision 51 kam sie ausschließlich aus der GanttPlan-Kopplung. Seit Revision 52 kann sie stattdessen aus den Sage-Stammdaten ermittelt werden: aus den Ressourcenlisten der Fertigung und den Handelsstücklisten.
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCUseVKBaugruppen |
1 bzw. 2 | 0 Spalte bleibt leer, nichts wird berechnet. 1 Auflösung aus den Sage-Stammdaten. 2 aus GanttPlan. 3 gemischt: GanttPlan und Sage-Auflösung zusammen, jede Baugruppe, die eine der beiden Quellen kennt. 4 wie 1, aber offene Fertigungsaufträge vor der Ressourcenliste. 5 wie 3 mit Fertigungsaufträgen. Ein Wert außerhalb 0 bis 5 wird wie 2 behandelt. Vorgabe für neue Mandanten seit Revision 62: 1, mit GanttPlan 2 — bestehende Installationen behalten ihren Wert |
FCUseVKBaugruppenFallback |
0 | Nur bei Einstellung 2 von Bedeutung. 0 ist GanttPlan nicht installiert, bleibt die Spalte leer — wie bisher. 1 dann wird auf die Sage-Auflösung ausgewichen |
FCVKBaugruppenMaxTiefe |
15 | Über wie viele Stücklistenebenen aufgelöst wird, gültig 1 bis 20. Nur reduzieren, wenn der Aufbau bei sehr großen Stücklisten zu lange dauert; dann fehlen Baugruppen, die tiefer liegen. Ein Wert außerhalb 1 bis 20 wird ignoriert. Eine Änderung baut die Verwendung sofort neu auf (seit Revision 62) |
Fertigungsaufträge zuerst (4 und 5). Gibt es zu einer Baugruppe offene Fertigungsaufträge, zählen deren Materialien — so, wie sie tatsächlich verbaut werden, auch mit Ersatzmaterial — statt der Ressourcenliste. Ist ein Unterauftrag mit dem Auftrag darüber verkettet, folgt die Auflösung dieser Kette; sonst gelten die offenen Aufträge der Unterbaugruppe. Vollständig entnommenes Material zählt nicht mehr. Die Spalte enthält dann auch die Projektnummern der Fertigungsaufträge. Diese Einstellungen rechnen merklich länger: Der vollständige Aufbau nach dem Umstellen dauerte auf dem größten geprüften Bestand rund 160 bis 170 Sekunden statt rund 40; der laufende Abgleich im Hintergrund bleibt auch hier unter einer Sekunde.
Empfehlung für die Werte 4 und 5
SQL Server 2019 oder neuer, und die Sage-Datenbank auf diesem Stand betrieben (Kompatibilitätsgrad 150 oder höher). Auf älteren Ständen funktionieren 4 und 5 ebenso; der vollständige Neuaufbau nach dem Umstellen kann auf sehr großen Beständen dann etwas länger dauern.
Bestehende Installationen ändern sich nicht. Wer 2 und FCUseVKBaugruppenFallback = 0
hat, behält genau das bisherige Verhalten — auch bei einem Mandanten ohne GanttPlan, wo die
Spalte dann weiterhin leer bleibt. Solange keine der Einstellungen 1, 3, 4 oder 5 aktiv ist,
wird nichts berechnet und nichts protokolliert.
Die Umstellung wirkt nicht sofort. Nach dem Ändern wird die Auflösung einmal vollständig aufgebaut. Bis das durch ist, zeigt die Spalte die bisherigen Werte — ein halbfertiger Stand wird nie angezeigt. Wie lange das dauert, hängt von der Größe der Stücklisten ab; auf den größten geprüften Beständen sind es bei 1 und 3 rund 40 Sekunden.
Laufender Betrieb. Danach hält ein eigener Auftrag des SQL-Server-Agenten die Auflösung aktuell (Vorgabe: alle 15 Minuten, → Takt ändern). Er merkt sich, was sich an Ressourcenlisten und Handelsstücklisten geändert hat, und rechnet nur die betroffenen Baugruppen neu. Ohne diesen Auftrag bleibt die Spalte auf dem Stand des letzten Aufbaus → Aktualisierung und Betrieb.
Was bei Einstellung 1, 3, 4 und 5 anders aussehen kann
Die Sage-Auflösung kennt keine Szenario-Bedarfe und keine Puffer aus GanttPlan. Für dieselbe Baugruppe können sich die Angaben deshalb unterscheiden, je nachdem, welche Einstellung gewählt ist. Die Spalte führt alle Baugruppen, Kunden und Projekte eines Materials, auch bei sehr vielen; der Spaltenfilter findet jeden Eintrag. Eine Baugruppe steht auch bei sich selbst — ein Filter auf ihre Nummer zeigt sie mitsamt ihren Materialien.
Randbedingung: eine Standard-Ressourcenliste je Artikel
Hat ein Artikel mehrere gleichzeitig gültige Ressourcenlisten-Varianten und ist keine davon als Standard gekennzeichnet, lässt sich nicht entscheiden, welche gilt. Die Baugruppe erscheint dann zwar weiterhin in der Spalte, die Menge je Baugruppe bleibt aber offen. Derselbe Fall lässt den Artikel im Dispostapel PPS ganz entfallen. Was zu tun ist: Standard-Ressourcenliste.
Belegarten mit Lagerwirkung und Info-Belege¶
Beide Listen enthalten Belegkennzeichen, etwa EUM;VUM. Eine Liste mit weniger als drei
Zeichen gilt als aus. Voraussetzung sind die Zusatzfelder an Belegart und Belegposition,
die die Installation anlegt (siehe unten).
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCParamLagerBelegartenEK, FCParamLagerBelegartenVK |
leer | Belegarten, deren Positionen wie Lagerbewegungen wirken (Umlagerung). An der Belegart entscheiden PctIstLagerzugang und PctIstLagerabgang, ob eine Zeile „EK Lagerzugang |
FCParamInfoBelegartenEK, FCParamInfoBelegartenVK |
leer | Belegarten, deren Positionen nur als Information erscheinen: „EK Info |
Eine Position verschwindet aus beiden Zeilenarten, sobald an ihr FC IBeleg Erledigt gesetzt ist.
Bestand und Artikel¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
FCUseArtikelOhneLager |
1 | Artikel ohne Lagerführung. 0 nicht im Forecast. 1 im Forecast, bestandswirksam. 2 im Forecast, alle Zeilen ohne Bestandswirkung |
FCShowSperrlagerSeparat |
1 | 1 Bestand in Sperrlagern als eigene Zeile „gesperrter Bestand". 0 er wird in die Bestandszeile eingerechnet |
Welche Lagerorte in den Bestand eingehen, steuert das Benutzerfeld FC Lager am Lagerort: Lager ohne Sperrkennzeichen zählen, solange FC Lager nicht ausdrücklich auf Nein steht; Sperrlager zählen nur mit FC Lager = Ja. Die Installation belegt das Feld einmalig vor (Dispolager ohne Sperre = Ja, alle anderen = Nein). Eine Änderung greift ohne Vollaufbau: Der Forecast rechnet danach alle Artikel von selbst neu. Die Tabelle mit allen drei Zuständen: Welche Lager zählen.
Anzeige und Betrieb¶
| Schalter | Vorgabe | Wirkung |
|---|---|---|
| Takt des Hintergrundlaufs | 30 s im Installer | üblich 5 bis 15 s; wird im SQL-Agent-Job eingestellt |
| Abfragespeicher | aus | SQL-Server-Abfragespeicher für Leistungsanalysen einschalten (nur auf Anweisung) |
Noch nicht in der AD-Lösung umgesetzt¶
Diese Schalter stammen aus der früheren IntelliView-Fassung des Forecasts. Die Installation legt sie weiterhin an, damit gesetzte Werte erhalten bleiben. In der Auskunft Dispositionsbestand wirken sie aber noch nicht; ihre Übernahme ist in Vorbereitung (Stand Revision 56):
| Schalter | Stand |
|---|---|
FCHideDispoDispositionsbestand, FCHideDispoDispositionsbestandWoche, FCHideDispoEinkauf, FCHideDispoVerkauf, FCHideDispoProduktion |
sollen Sages Register Dispositionsbestand, Dispositionsbestand (Woche), Einkauf, Verkauf und Produktion unter der Artikelliste ausblenden. Noch nicht umgesetzt: die Register sind unabhängig vom Schalter sichtbar |
FCABStatusHideWithStornoVK |
soll stornierte Auftragspositionen ausblenden. Noch nicht umgesetzt |
FCShowUeberhangFABelPosLager |
soll Überhangmaterial am Lagerplatz des Fertigungsauftrags als Zugang zeigen. Noch nicht umgesetzt; den Überschuss zeigt heute FCFABelPosLagerVomBedarfAbziehen = 1 als „FA Materialrücklauf" |
FCUseEKRa |
noch nicht umgesetzt |
FCUse_SQLAgentTimerMin |
Takt des Forecast-Jobs in Minuten. Noch nicht umgesetzt; den Takt stellt der Betreuer im SQL-Agent-Job ein |
Zwei weitere Gruppen wirken, aber nicht in der Auskunft Dispositionsbestand:
| Schalter | wo sie wirken |
|---|---|
FCUse_SQLAgentOnly |
in den älteren IntelliViews „Artikel Forecast EK, VK, alle und PPS": 0 sie rechnen beim Öffnen neu, 1 nur der Hintergrundlauf rechnet |
GPUseEKPZ, GPUseEKRB, GPUseVKAP, GPUseVKPZ, GPUseVKRA |
in der GanttPlan-Kopplung (Übergabe an GanttPlan), nicht im Forecast |
Zusatzfelder, die Anwender pflegen¶
Die Feldnamen stehen so in Sage, jeweils unter den Benutzerfeldern der Maske.
| Feld | Wo | Wirkung im Forecast |
|---|---|---|
| Terminklärung bis, Terminklärung erledigt, Liefertermin unbekannt, Terminklärung Memo | Bestellposition | Symbol, Info und Datum der Bestellzeile, 1. EK-Todo in der Artikelliste → Terminklärung |
| Lieferavis (Sage-Feld) | Bestellposition | Haken in der Spalte Datum |
| FC IBeleg Erledigt | Bestellposition, Auftragsposition | die Info- bzw. Lagerzeile dieser Position verschwindet |
| AB erforderlich, Frist für AB in Werktagen | Einkaufsbeleg (Kopf) | keine; die Felder gehören zur Bestellüberwachung und zur GanttPlan-Auswertung |
| Bevorratung minimal (BME) | Rahmenvertrag | zählt zum Meldebestand: bei laufenden Verträgen immer, bei künftigen ab Vertragsbeginn (mit FCUseVKRV = 1) |
| Wiederbeschaffungszeit (Sage-Feld) | Rahmenvertrag | Wiederbeschaffungszeit für Abrufe aus dem Vertrag (mit FCUseVKRV = 1) |
| Bevorratung maximal (BME), Mindest-Abrufmenge (BME), WBZ im Rahmen (d), Vertragsende Initial, Zuschlag % nach RVE | Rahmenvertrag | keine; werden angelegt, aber vom Forecast nicht gelesen |
| PctIstLagerzugang, PctIstLagerabgang, PctLagerlaufzeitTage | Belegart (Einkauf, Verkauf) | Lagerzeilen mit Laufzeit, siehe oben |
| FC Lager | Lagerort | welche Lagerorte in den Bestand eingehen (Ja, leer, Nein), siehe oben |
| Lieferlogik, MDE-Priorität, Wunschtermin, Anliefertermin | Verkaufsbeleg und Position; nur wenn diese Felder bei Ihnen vorhanden sind | Info der Auftragszeile und Reihenfolge gleichtägiger Zeilen: „sofort" liefern und höhere Priorität kommen zuerst |
Änderungen an Schaltern
Nach dem Ändern eines Schalters einen Vollaufbau anstoßen (Betreuer), damit alle Artikel neu gerechnet werden. Sonst gilt der neue Wert nur für Artikel, an denen sich danach etwas ändert.